Zwischen Ordnung und Verlust
Kein anderer als Goethe selbst legte den Grundstein für sein Archiv. Sich seines kulturhistorischen Wertes durchaus bewusst, begann er bereits im frühen 19. Jahrhundert, seine Schriften systematisch zu archivieren. Geschickt versuchte er, den späteren Umgang mit seinem Nachlass zu steuern. Zu diesem Zweck bemühte er sich nicht nur um den Erhalt seiner Arbeiten, sondern vernichtete sie von Zeit zu Zeit auch in sogenannten Autodafés.Die Ausstellung blickt Goethe über die Schulter, hinein in dessen Lebenswelt: An ausgewählten Tagebucheinträgen, Korrespondenzen, Zeugnissen seiner Mitmenschen, autobiographischen Schriften u. a. wird vorgestellt, wie er sein Bild für die Nachwelt schuf: Was verfügte er testamentarisch über seinen handschriftlichen Nachlass? Wie wirkten seine To-do-Listen, die sogenannten „Agendazettel“, in anderen Medien weiter? Wie reflektierte er sich und sein „Image“ in Briefen? Auf welche Weise inszenierte er sich international durch das von ihm kritisierte Zeitschriftenwesen? Erfahren Sie auf einer kurzweiligen Entdeckungstour durch die Ausstellung Wissenswertes darüber, wie Goethe seine eigene Marke formte.
Eignung
Quelle:
Weimar GmbH
Organisation:
Weimar GmbH
Zuletzt geändert am 04.04.2026
ID: e_101164289