Kirchenruine St. Martin Ermhof - Dokumentationszentrum

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Historische Informations- und Dokumentationsstätte St. Martin in Ermhof -

Ein Projekt zur Kultur-, Siedlungs- und Herrschaftsgeschichte der mittleren Frankenalb mit überregionaler Bedeutung

1000 Jahre — vom späten 8. bis ins frühe 19. Jahrhundert — war die St. Martinskirche von Ermhof ein Zentrum und Kristallisationspunkt religiösen Lebens in der ganzen Region. Ermhof lag im Zentrum einer wichtigen karolingischen Siedlungskammer um Lauterhofen, einem bereits 806 erwähnten Königshof Karls des Großen, dem früh- und hochmittelalterlichen Burgzentrum Sulzbach und dem karolingischen Velden, einem 889 genannten Königshof. Die Kirche St. Martin wird 1306 in einem Schutzbrief der Schenken von Reicheneck erstmalig urkundlich erwähnt. Aus dem Jahr 1457 ist ein Ablassbrief für die Kirche aus der päpstlichen Kanzlei in Rom überliefert. Archäologische Untersuchungen der Jahre 2006 bis 2008 unter wissenschaftlicher Leitung von Dr. Mathias Hensch, Regensburg, belegen jedoch, dass die Geschichte von Ermhof und seines im Jahre 1979 abgebrochenen Gotteshauses in das frühe Mittelalter, d.h. in die Zeit der Karolinger zurückreicht.

St. Martin in Ermhof kann dabei neben der Kirche St. Martin des Königshofs Karls des Großen in Lauterhofen und der Kirche des frühmittelalterlichen Burgzentrums Sulzbach als eine der ältesten Kirchengründungen im heutigen oberpfälzisch-fränkischen Grenzraum gelten. von 1653 bis 1816/17 war St.Martin eine Simultankirche. Die heutige Dokumentationsstätte liegt an der Route 2 des Simultankirchen-Radweges.

Öffnungszeiten

Frei zugängliche Informationsstätte mit guter Parkmöglichkeit. Eintritt frei.

Quelle:

destination.one

Organisation:

Landkreis Amberg-Sulzbach

Zuletzt geändert am 24.06.2021

ID: p_100017485



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