Römerkastell Feldberg

Archäologische Stätten

Mit über 700 m über NN ist das Römerkastell "Kleiner Feldberg" die höchstgelegene Befestigungsanlage des römisch-germanischen Limes. In einer Ausgrabungskampagne im Jahr 2006 wurden die z.T. verfallenen Mauerreste neu aufgesetzt und vermitteln ein anschauliches Bild, wie es um 200 nach Christus in dieser Höhenlage ausgesehen haben muß.

In diesem exponierten Feldbergkastell war die "Exploratio Halicanensium" („Aufklärungseinheit aus Halicanum“), eine ca. 150 - 200 Mann umfassende Aufklärungstruppe stationiert, die vermutlich in dem pannonischen Ort Halicanum, dem heutigen Dorf Szerdahely in Ungarn, rekrutiert worden war. Diese teilberittene Einheit hatte die Aufgabe, den benachbarten Feldbergpass am Roten Kreuz (688 m ü. NN) zu sichern, einen alten Straßenübergang über den Taunus. Der Verlauf des Limes kreuzte etwa einen Kilometer westlich des Kastells die Straße. Die Garnison wurde jedoch aus Gründen der Wasserversorgung nicht direkt an der Passstraße, sondern nahe der Quelle der Weil gegründet. Eine längs des Limes verlaufende Handelsstraße führte in Nordost-Südwest-Richtung quer durch die Fortifikation, die so auch den Verkehr auf dieser Verbindung kontrollierte.



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Quelle:

Gemeindeverwaltung Schmitten

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Zuletzt geändert am 15.02.2017

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