Walter Kaufmann - Welch ein Leben! - Kinodokumentarfilm

Bildung/Vorträge/Diskussionen Kunst & Kultur
Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies

Sondervorführung in Naumburg im Cineplex
am Donnerstag 25.11.21 um 18 Uhr
In Anwesenheit
des Regisseurs Dirk Szuszies
In Zusammenarbeit mit
den Jüdischen Kulturtagen Sachsen-Anhalt
organisiert vom Leopold Zunz e.V.
Im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt
Zusätzliche Schulvorführung am 26.11.21 um 10.15 Uhr
im Rahmen der SchulKinowochen
mit Regisseur
Jakobsring 5, 06618 Naumburg (Saale)

Walter Kaufmann - Welch ein Leben!
Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies
In ehrendem Gedenken an Walter Kaufmann,
der am 15.4.2021 im Alter von 97 Jahren in Berlin gestorben ist
Weltpremiere Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg August 2021
Dokumentarfilmwettbewerb Filmkunstfest Schwerin September 2021
Öffentliche Präsentation Leipziger Filmkunstmesse September 2021
Galaveranstaltung in Berlin im Kino Babylon am 28.9.2021
Bundesweiter Kinostart am 30.9.2021

Schillernder als jedes Drehbuch ist das Leben von Walter Kaufmann
Im Leben des am 15.4.2021 im Alter von 97 Jahren in Berlin gestorbenen Walter
Kaufmann spiegeln sich auf außergewöhnlichste Weise weltweit bedeutende
Ereignisse, Katastrophen, Erschütterungen des letzten Jahrhunderts, die bis in
unsere Gegenwart wirken.
Walter Kaufmann blieb bis zu seinem Tod unermüdlich kämpferisch. Er setzt mit
seinem Leben ein nachwirkendes Zeichen gegen jede Form von Rechtsruck und
Antisemitismus, die wieder bedrohliche Ausmaße in unserem Land angenommen
haben. Der Film ist ein Appell an uns Lebende, die elementaren Menschenrechte
und demokratischen Errungenschaften entschlossen zu verteidigen.
Der Film folgt den wesentlichen Lebenslinien und weltweiten Erfahrungen des
Protagonisten. Walter Kaufmann erlebte als Jude persönlich die katastrophalen
Folgen des Nationalsozialismus. Als Schriftsteller und Korrespondent nahm er
regen Anteil an der Bürgerrechtsbewegung in den USA, am Prozeß gegen Angela
Davis, an der Revolution in Kuba, den Auswirkungen der Atombombenabwürfe in
Japan, der unendlichen Geschichte des israelisch-palästinensischen Konfliktes,
der Entwicklung und dem Zusammenbruch der DDR. Der Film bietet jüngeren
und älteren Zuschauern eine letzte Gelegenheit, die Welt aus der Perspektive
dieses einzigartigen Zeitzeugen vermittelt zu bekommen.
1924 kommt er als Sohn namens Jizchak der armen, jungen polnischen Jüdin
Rachel Schmeidler in Berlin zur Welt. 3 Jahre später adoptiert ihn ein
wohlhabendes Duisburger Ehepaar. Im Gegensatz zu seinen Adoptiveltern
Johanna und Sally Kaufmann konnte Walter Kaufmann der Vernichtung durch die
Nazis entkommen, rettete sich als Jugendlicher mit einem Kindertransport nach
England. Wurde dort interniert und mit dem berüchtigten Schiff „Dunera“ von
den Engländern nach Australien verfrachtet, wo er noch fast zwei Jahre in einem
Internierungslager verbringen mußte.
Er wurde australischer Soldat, Hochzeitsfotograf, Seemann und später
preisgekrönter Schriftsteller. Bewußt entschied er sich Mitte der 50iger Jahre für
ein Leben in der DDR. Er behielt seinen australischen Paß, durfte als Journalist
und Schriftsteller ausreisen und verarbeitete diese Erfahrungen in zahlreichen
Reportagen und Büchern, die in der DDR in extrem hohen Auflagen erschienen.
Von 1985 bis 1993 stand er als Generalsekretär dem PEN-Zentrum vor.
Hochrangige Auszeichnungen wie der Fontane-Preis, der Heinrich-Mann-Preis
sowie der Literaturpreis Ruhr wurden ihm zugesprochen.
Ein wichtiges im Film wiederkehrendes dramaturgisches Element ist die
Umsetzung des Briefwechsels von Sally und Johanna Kaufmann mit ihrem
Adoptivsohn Walter. Dieser erhaltene bewegende Austausch beginnt mit dem
Kindertransport von Walter Kaufmann nach England und endet an dem Tag der
Deportation der Eltern nach Theresienstadt.
Alle Infos, Trailer, Downloads: www.walterkaufmannfilm.de
FSK: ab 12 Jahre / Länge: 101 Minuten / Produktion und Verleih: Karin Kaper Film Berlin
Kamera: Tobias Rahm, Dirk Szuszies und Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt
Musik: Benedikt Schiefer
Schnitt: Tobias Rahm und Dirk Szuszies
Sounddesign/Tonmischung: Marx Audio Berlin
Projektträger: Internationales Auschwitz Komitee e.V.
Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages,
321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V., der FFA und
der Kurt und Hildegard Löwenstein/Losten Stiftung

Termine
Zielgruppe Jugendliche
Zielgruppe Erwachsene
Zielgruppe Senioren

Quelle:

Saale-Unstrut-Tourismus e. V.

destination.one

Organisation:

Saale-Unstrut-Tourismus e. V.

Zuletzt geändert am 25.11.2021

ID: e_100360793



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