Konstruierte Geschichte, geschaffene Feindbilder: Antisemitismus aufgedeckt
Geschichte oder Geschichten? Was auf den ersten Blick nach zwei klar voneinander trennbaren Begriffen erscheint, zeigt sich bei näherer Betrachtung als unweigerlich verbunden. Geschichte wird durch Geschichten zugänglich, Zugänge zum Vergangenen eröffnen sich durch historische Narration - und dieser Schritt ist nicht unproblematisch: Narrationen sind von den Menschen geprägt, die sie erstellt haben. So halten nicht selten persönliche Überzeugungen, Weltanschauungen und Stereotype Einzug in Geschichtsdarstellungen.
Auch Antisemitismus, die tief empfundene Feindschaft gegen Jüdinnen und Juden, brannte sich auf diese Weise in das kulturelle Gedächtnis ein. Doch zeigt sich dieses Phänomen tatsächlich in erster Linie in gewaltvollen Auseinandersetzungen und innerhalb extremer Szenen? Hat Antisemitismus im 21. Jahrhundert die gesellschaftliche Mitte erreicht und eine Vielzahl an Ausprägungsformen angenommen?
Der Vortrag lädt dazu ein, diesen Fragen auf den Grund zu gehen und Antisemitismus in seiner historischen Gewachsenheit aufzudecken. Zugleich öffnet er den Blick in die Gegenwart, zeigt die Vielgestaltigkeit antisemitischer Erscheinungsformen und sensibilisiert für eine kritische Lesart von Geschichte.
Um Anmeldung wird gebeten, Abendkasse vorhanden!
Eintritt 5,00 €
Quelle:
DREI AM MAIN
Organisation:
DREI AM MAIN
Zuletzt geändert am 03.03.2026
ID: e_101222938