Zyprianstein (größter Kallmünzer Deutschlands)

Geotop
Nach Vereinbarung. Wanderung von Achtel aus, auf Anfrage über Verkehrsverein Hirschbach.

Größter Kallmünzer Deutschlands! Infotafel am Stein. Beschilderung von Straße nach Rinnenbrunn fogend.

Kallmünzer ist die Bezeichnung für verkieselte Sandsteine aus der Oberen Kreidezeit. Die Steine erzählen aus der Erdgeschichte: Mit Beginn der Kreidezeit vor 135 Millionen Jahren weicht das Urmeer zurück. Abtragungskräften wie Erosion und Verkarstung beginnen ihr Werk. Während der Oberkreidezeit (100 bis 60 Millionen Jahre) sorgt eine Landsenkung für neue Meeresvorstöße aus Südosten. Die Küste dieses Golfes reicht bis in den Bereich der heutigen Fränkischen Schweiz. In diesen Golf werden große Sandmassen geschwemmt, die sich ablagern und verdichten. Aus diesen Schichten stammen die als «Kallmünzer» bekannten Quarzitblöcke. Gegen Ende der Oberkreide zieht sich das Meer erneut zurück. Es beginnt die lange Festlands- und Abtragungsperiode, die bis heute andauert.

«Kallmünzer» sind also die Verwitterungsreste einer kompakten Kieselsäureschicht, die in einer Zeit entstanden ist, in der sehr viel Kieselsäure ausgefällt worden war, vielleicht durch Kieselschwämme oder aufgrund vulkanischer Aktivitäten. Die 70 bis 80 Millionen Jahre alten Zeugen der Landschaftsentwicklung sind heute wie Findlinge in Wald und Flur verstreut. Wegen ihrer Rinnen und schüsselartigen Vertiefungen werden die eisenharten Klötze mit vorgeschichtlichen Kultplätzen in Verbindung gebracht und im Volksmund auch «Teufelssteine» oder «Opfersteine» genannt

Quelle:

Landratsamt Amberg-Sulzbach

destination.one

Organisation:

Landkreis Amberg-Sulzbach

Zuletzt geändert am 14.10.2016

ID: p_1103



Sollten Sie mit der Veröffentlichung Ihrer Daten nicht einverstanden sein, können Sie hier eine Löschung beantragen.