In seinem neuen Vortrag lässt Franz Karg (Fugger-Archivar a.D.) das bewegte Leben des „Ritter von Lang“ (1764 Balgheim – 1835 Ansbach) in Zeiten des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs wieder aufleben. Sein Weg führte von Oettingen und Wallerstein in die Welt der Verwaltung, Diplomatie und Archive – im Dienste sowohl Preußens als auch Bayerns.
Anhand ausgewählter Passagen aus den Memoiren eröffnet sich ein aufschlussreicher Blick auf einen scharfzüngigen Beobachter seiner Epoche: treffend, überspitzt und bisweilen ironisch bissig, beschreibt Ritter von Lang Zeitgenossen und Zeitumstände – sodass man seine Schriften für nicht glaubhaft hielt.
In der Zeit als auch die bayerischen Kurfürsten Gebiete verloren hatten und ein Streit über Entschädigungen ausbrach, wurde 1803 im Reichsdeputationshauptschluss das Heilige Römische Reich Deutscher Nation aufgelöst, geistliche Herrschaften säkularisiert und kleine Fürstentümer aufgehoben. Am Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen Österreichs und Frankreichs wurde Bayern von Napoleon zum Königreich erklärt. Der Schwerpunkt liegt auf der bayerischen Zeit zwischen 1806 und 1817.
Eine Kooperationsveranstaltung von Stadtbücherei und vhs Dillingen