Passionspunkte 2026 - Anhalten, hören, hoffen – mitten in Leer Eintritt frei

Sonstiges

In der Karwoche vor Ostern laden die Kirchen in Leer wieder ein zu kurzen Abendandachten an besonderen Orten der Stadt – dort, wo das Leben rau ist, Fragen offenbleiben und Hoffnung gebraucht wird. In rund einer halben Stunde entstehen mit wenigen Worten, Musik und Stille kleine Inseln zum Durchatmen – nachdenklich, ehrlich, stärkend.
Ökumenisch getragen von der Lutherkirche, Christuskirche und Pauluskirche (Leer) sowie der ev.-luth. Kirchengemeinde Loga – in Kooperation mit der ACK Leer und dem Heimatverein Leer.
Heute: Verraten und geblendet
Auch Leer war Schauplatz der barbarischen Bevölkerungspolitik des NS-Staates.
Als eines der ersten Gesetze nach der Machtübergabe an Hitler durch Hindenburg am 30. Januar 1933 wurde das “Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ erlassen. Etwa 400.000 Menschen wurden bis 1945 zwangssterilisiert. Mehrere Tausend Menschen starben durch den Eingriff. Auch im Kreiskrankenhaus Leer wurden die Eingriffe vorgenommen, meist an jungen Frauen aus dem ganzen Kreisgebiet. Verantwortlicher Betriebsführer des Krankenhauses war der Landrat Hermann Conring. Daher stehen wir heute vor dem Kreishaus. Zwei weitere Orte hängen mit diesen barbarischen Akten in Leer zusammen: Das Gesundheitsamt, von dem in den meisten Fällen die Initiative ausging. Und die Bavinkstraße, die nach einem Vertreter der Rassenpolitik des NS-Staates benannt ist.
Fachmann: Wolfgang Kellner
Pastor Christian Erchinger

Termine
Eintritt frei

Quelle:

Regina van Lengen

destination.one

Organisation:

Tourist-Information Leer

Zuletzt geändert am 23.03.2026

ID: e_101232006