Kurpark Bad Steben
Die historische Säulenwandelhalle ist der Mittelpunkt des weitläufigen, 40 ha großen Kurparks. Inmitten des Parks haben die Wiesen- und Tempel-Quelle ihren Ursprung, deren gesundes Wasser im Brunnenhäuschen oder in der Trinkkurhalle gekostet werden können.
Der Bad Stebener Kurpark ist seit eineinhalb Jahrhunderten ein beliebter Ort für Spaziergänger, Wanderer und Sportler.
Zu Beginn der Entwicklung Stebens als Badeort, etwa um 1789, spielte der Gedanke eines Parks noch keine Rolle. Mit der Romantik bekam bekam die Liebe zur Natur jedoch eine größere Bedeutung. Eine Alle zwischen Ort und Säuerlingsbrunnen wurde angelegt.
Die Idee des Kurgartens war geboren, da nach 1840 elegante Paare in Biedermeiertracht vor dem klassischen Badehaus Leo von Klenzes spazieren gingen. Hauptschöpfer des Kurgartens sind die beiden Gartenarchitekten Arthur Andreas Singer und sein Sohn Wolfgang aus Bad Kissingen, die den Kurpark nach ideen des englischen, aber auch des spätromantischen Landschaftsparks formten. Heute steht der Kurpark unter Denkmalschutz und wurde in die bayerische Denkmalliste als Gartendenkmal aufgenommen.
Zietsch-Brunnen
Das frei zugängliche Brunnenhäuschen beruht auf eine Vereinbarung in der Punctation von 1832, die zum Verkauf der Heilquellen an das Königreich Bayern verfasst wurde. Ausdrücklich festgeschrieben wurde hier "der (kosten) freie Gebrauch des Mineralwassers" für alle Bad Stebener Bürger. Der Name "Zietsch-Brunnen" erinnert an den früheren Finanzminister Friedrich Zietsch, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg sehr für das Staatsbad engagiert hat.
Klenzebau
Der griechisch anmutende Bau mit der pastellgelben Fassade ist eines der Wahrzeichen von Bad Steben. 1837 wurde er als erstes Badehaus nach Entwürfen von Leo von Klenze, dem Hofbaumeister von König Ludwig I. von Bayern, erbaut. Klenze gilt als bedeutendster Architekt des Klassizismus und erschuf u.a.die Walhalla in Regensburg.
Pavillons
Die aus dem späten 19. Jahrhundert beschirmten bis in die Nachkriegszeit die öffentlichen Quellenzugänge im Kurpark. Heute ziert das kleinere Exemplar den Parkeingang an der Wenzstraße. Der grüßere Pavillon, einst "Dach" der Tempelquelle, dient als gern besuchter Ruheplatz auf der Wiese hinter der Wandelhalle und als romantischer Ort für Trauungen.
Wandelhalle
Seit 1910 schmückt die halboffene Säulen-Wandelhalle mit den großen Arkaden-Bögen den Bad Stebener Kurpark. Bereits im 19. Jahrhundert stand an gleicher Stelle eine hölzerne Wandelhalle, die als Überdachung zum Spaziergehen diente. Im Westpavillon der Wandelhalle findet man die heutige Trinkhalle, im Ostpavillon ist die Tourist-Information untergebracht.
Quelle:
Markt Bad Steben
Organisation:
Markt Bad Steben
Zuletzt geändert am 08.07.2025
ID: p_24763